Projektbericht: Klinik-WLAN - Optimierte Prozesse, optimale Versorgung

20.05.2019
Die niedersächsische DIAKOVERE führt Schritt für Schritt die elektronische Patientenakte in ihren Krankenhäusern ein und optimiert so wichtige Prozesse
Diakovere

„Bei der Krankenhaussuche wird das Vorhandensein eines mobilen Internetzugangs immer häufiger zur Entscheidungsfindung herangezogen“, sagt der It-Leiter Kociok. „Hier punkten wir mit unserem WLAN.“

7:30 Uhr morgens, DIAKOVERE Friederikenstift in Hannover: Die tägliche Visite ist im vollen Gange. Oberarzt, Stationsärzte und Pflegepersonal betreten das Zimmer einer Patientin. Nach der Begrüßung erkundigt sich der Oberarzt nach dem Befinden der Patientin und greift gleichzeitig zur Tastatur des PCs auf dem mobilen Arbeitswagen.

In wenigen Sekunden sieht der Arzt die passende Patientenakte auf dem Display und studiert die Behandlungsdaten. Nach einer ausführlichen Besprechung der weiteren Behandlungsschritte wird die Visite fortgesetzt.

Eine Krankenpflegerin überträgt die ärztlichen Anordnungen direkt in die Datenbank, die auf dem zentralen Server des Krankenhauses liegt. In Echtzeit werden alle Informationen aktualisiert, die Patientin erhält bereits mittags die neue Medikation.

Im Friederikenstift in Hannover, das als Krankenhaus unter dem Dach der DIAKOVERE betrieben wird, macht ein WLAN die elektronische Patientenakte zum festen Bestandteil der täglichen Visite und hilft so, Prozesse zu optimieren. Dabei setzen die Verantwortlichen der DIAKOVERE auf deutsche Netzwerktechnik.

DIAKOVERE ist ein diakonisches Gesamtunternehmen in evangelischer Tradition aus Annastift, Henriettenstift und Friederikenstift mit Sitz in Hannover

Pilotprojekt mit langjährigen Partnern

Als zentraler Bestandteil der mobilen Visite soll ab 2018 die elektronische Patientenakte perspektivisch in allen drei Krankenhäusern der DIAKOVERE eingeführt werden.

Dabei war Markus Kociok, Leiter IT-Infrastruktur der DIAKOVERE, von Anfang an klar, dass damit auch die Implementierung eines flächendeckenden WLANs einhergehen musste.

„Wir haben uns dann nach geeigneten Netzwerkherstellern umgesehen und sind schnell bei der LANCOM Systems aus Aachen gelandet“, sagt Kociok. „Wir kannten den Hersteller bereits aus anderen Projekten und waren von Zuverlässigkeit und Zukunftsfähigkeit der Lösungen überzeugt.“

Gemeinsam mit einem langjährigen IT-Partner aus Hannover, wurde zunächst ein Pilotprojekt im Friederikenstift, einem von insgesamt drei Krankenhäusern der DIAKOVERE, realisiert.

Trennung von elektronischer Patientenakte und WLAN-Hotspot

Die elektronische Patientenakte wird derzeit schrittweise auf den Stationen des Friederikenstifts ausgerollt. Access Points versorgen die Flure und Räume mit einem flächendeckenden WLAN-Signal, um die auf den Stationen eingesetzten Wagen drahtlos an das Krankenhausnetz anzubinden.

Die Access Points funken simultan im 2,4 GHz- und im 5 GHz-Frequenzband. Da das Friederikenstift mitten in Hannover angesiedelt ist, ist das Krankenhaus von zahlreichen fremden Drahtlosnetzwerken umgeben.

Dies führt dazu, dass sich viele Clients in das 2,4 GHzFrequenzband einbuchen und das 5 GHz-Band noch über freie Kapazitäten verfügt.

„Um eine optimale Netzauslastung in unserem Haus zu erzielen, nutzen wir deshalb das 2,4 GHz-Netz für unseren Patienten-Hotspot und das 5 GHz-Netz für die elektronische Patientenakte respektive die mobile Visite“, so Kociok. „Das Netz wurde im Hinblick auf diese Anforderung von unserem IT-Partner sehr gut ausgeleuchtet.“

Über zwei WLAN-Controller (WLC) wird das gesamte Drahtlosnetzwerk von zentraler Stelle gemanagt. Patienten-WLAN und elektronische Patientenakte werden sowohl durch unterschiedliche SSIDs als auch durch logisch voneinander getrennte Teilnetze, sogenannte VLANs, separiert.

Die zertifikatsbasierte Authentifizierung für das Netz der elektronischen Patientenakte sorgt dafür, dass nur autorisierte Clients auf das WLAN zugreifen.

„Bei den Themen Netzwerk und WLAN werden wir vollumfänglich von unserem IT-Partner betreut“, erklärt Kociok. „Dank eines effizienten Monitorings weiß der Support des Partners immer zeitgleich mit uns Bescheid, wenn es eine Störung gibt und reagiert oft, bevor wir diese melden.“

WLAN als Basis für effizientere Prozesse

„Zwei ganz wichtige Punkte erfüllt das WLAN zu unserer vollen Zufriedenheit“, so Kociok. „Erstens ist es extrem zuverlässig und zweitens lässt es sich einfach und schnell erweitern.“ Der redundante Einsatz von zwei WLCs erhöht die Zuverlässigkeit der Lösung und sorgt für eine hohe Verfügbarkeit aller Dienste.

Lancom WLAN Accesspoint der L-8xx SerieSelbst bei einem Ausfall beider WLCs funken die Access Points autark weiter. Dank des zentralen Managements über den WLC kann das Drahtlosnetzwerk jederzeit auf weitere Stationen ausgerollt werden und erleichtert damit die Einführung der elektronischen Patientenakte.

„Zwei ganz wichtige Punkte erfüllt das WLAN zu unserer vollen Zufriedenheit. Erstens ist es extrem zuverlässig und zweitens lässt es sich einfach und schnell erweitern.“ Markus Kociok, Leiter IT-Infrastruktur DIAKOVERE gGmbH.

Der mobile Arbeitsplatz für Medizin und Pflege sorgt in Kombination mit der elektronischen Patientenakte für effizientere Prozesse, die Patienten und Personal gleichermaßen zu Gute kommen. Die Datenbanken werden in Echtzeit aktualisiert und alle Mitarbeiter greifen stets auf aktuelle Patientenakten zu.

„Wir rollen die elektronische Patientenakte 2018 sukzessive auf allen Stationen des Friederikenstifts aus und ab 2019/20 auf die anderen Krankenhäuser, damit dort ebenfalls von den Vorteilen profitiert werden kann“, so Kociok. Zusätzlich sorgt das Patienten-WLAN für zufriedene Patienten.

„Bei der Krankenhaussuche wird das Vorhandensein eines mobilen Internetzugangs immer häufiger zur Entscheidungsfindung herangezogen“, sagt Kociok. „Hier punkten wir mit unserem WLAN.“

Die DIAKOVERE investiert mit ihrem Drahtlosnetzwerk in eine zukunftsfähige Lösung, die Prozesse verbessert und den Service optimiert – ganz im Dienste des Patientenwohls.

Eingesetzte Komponenten

ca. 330 x LANCOM Access Points (fortlaufender Ausbau)

2 x WLAN-Controller LANCOM WLC-4100

Logo: DiakovereDer Kunde

DIAKOVERE ist ein diakonisches Gesamtunternehmen in evangelischer Tradition aus Annastift, Henriettenstift und Friederikenstift mit Sitz in Hannover. Als größtes frei gemeinnütziges Unternehmen Norddeutschlands im Gesundheits- und Sozialbereich beschäftigt DIAKOVERE 4.600 Mitarbeitende bei einem Jahresumsatz von 330 Millionen Euro. Zu den Hilfefeldern zählen drei große Krankenhäuser einschließlich einer Rehabilitationseinrichtung für Schwerunfallverletzte, in denen jährlich rund 57.000 stationäre Patienten und 103.000 ambulante Patienten versorgt werden, daneben Einrichtungen der Jugendhilfe, der Altenhilfe, ambulante Pflegedienste mit Palliativmedizin und Hospiz und die Assistenz von Menschen mit Behinderung. Als Bildungsträger betreibt DIAKOVERE eine Fort- und Weiterbildungsakademie, ein Fachschulzentrum für Gesundheitsberufe mit ca. 750 Ausbildungsplätzen, allgemeinbildende Schulen sowie ein Berufsbildungswerk für junge Menschen mit Behinderung.

Hintergrund LANCOM Systems:

Die LANCOM Systems GmbH ist führender europäischer Hersteller von Netzwerk- und Security-Lösungen für Wirtschaft und Verwaltung. Das Portfolio umfasst Hardware (WAN, LAN, WLAN, Firewalls), virtuelle Netzwerkkomponenten und Cloud-basierendes Software-defined Networking (SDN).

Soft- und Hardware-Entwicklung sowie Fertigung finden hauptsächlich in Deutschland statt, ebenso wie das Hosting des Netzwerk-Managements. Besonderes Augenmerk gilt der Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit. Das Unternehmen hat sich der Backdoor-Freiheit seiner Produkte verpflichtet und ist Träger des vom Bundeswirtschaftsministerium initiierten Vertrauenszeichens „IT-Security Made in Germany".

LANCOM wurde 2002 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Würselen bei Aachen. Zu den Kunden zählen KMU, Behörden, Institutionen und Großkonzerne aus aller Welt.

Seit Sommer 2018 ist das Unternehmen eigenständige Tochtergesellschaft des Münchner Technologiekonzerns Rohde & Schwarz.

Quelle: LANCOM Systems GmbH


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