Projektbericht: Renommierte deutsche Theater setzen auf Spezialbeschallung mit K-array

26.09.2018
Anakonda-KAN200 Array-Lautsprecher als mobile Präsenzlösung.
Bühnenbild der Münchner Kammerspiele zu: "Die Selbstmord Schwestern"

„Durch die flexible, längliche Form lassen sich die Anakonda-KAN200 an Positionen einsetzen, an denen andere Lautsprecher nicht möglich bzw. zu auffällig sind."

Die deutsche Theaterlandschaft weist seit Langem eine enorme Formenvielfalt auf – vom klassischen Sprechtheater mit ausgeprägtem Werk- und Künstler-Bezug bis zum modernen, gesellschaftspolitisch motivierten Performance-Theater. Die immer weiter ausgeschöpften Inszenierungsmöglichkeiten fordern allen Produktionsbeteiligten höchste Flexibilität ab.

So wundert es nicht, dass auch die Beschallung im Theater fortlaufend spezifiziert wird und immer häufiger Spezialaufgaben übernimmt. Mit dem Anakonda-KAN200 verfügt der italienische Pro-Audio-Hersteller K-array seit einiger Zeit über einen solchen Spezialisten, der seit der Spielzeit 2017/18 auch in den Kammerspielen München zum Einsatz kommt.

Mit der Anakonda-KAN200-Serie präsentierte K-array 2013 seine revolutionären Lautsprechermodule, die sich dank ihres einzigartigen Konzepts auch in Umgebungen integrieren lassen, an die sich bislang kaum ein Hersteller herangewagte.

Seitdem haben sich die kombinierbaren, je zwei Meter langen Array-Module in unterschiedlichsten Installationen als echte Problemlöser bewährt – insbesondere in Situationen, in denen herkömmliche Lautsprecher nicht eingesetzt werden können, für die jedoch eine gute Sprachverständlichkeit und ein unaufdringliches Design unabdingbar sind.

Diese Vorzüge schätzt auch Wolfram Schild, Leiter der zehnköpfigen Tonabteilung der Münchner Kammerspiele, der seine vier Anakonda-KAN200 Module als flexible Ergänzung der Hauptbeschallung in der Kammer 1 (Große Bühne im Schauspielhaus) einsetzt – mit 690 Sitzplätzen der größte Saal unter den insgesamt drei Spielstätten der Kammerspiele.

Kammerspiele München

Dezent in der Front

Insgesamt kommen die vier flexiblen Array-Lautsprecher mit jeweils zwei Meter Länge immer dann zum Einsatz, wenn ein möglichst unauffälliges Frontfill-System an der Bühnenvorderkante benötigt wird.

In einem ihrer ersten Einsätze setzte Schild die Anakonda-KAN200 in einem Bühnenbild mit einer quer über die Bühne verlaufenden, begehbaren Brücke ein, die über die ganze Breite von hinten nach vorne verfahrbar war.

Anakonda-KAN200-Serie von K-array

„Für die Mikroportbeschallung suchte ich nach einer Lösung, Lautsprecher unsichtbar einzubringen, um einen akustischen Bezug zu den Schauspielern auf der Brücke zu realisieren.“ Durch die unsichtbare Platzierung der Array-Lautsprecher hinter einer Stoffverblendung an der Stirnseite der Bühnen-Bodenkonstruktion konnte der erfahrene Theater-Tontechniker den gewünschten akustischen Bezug präzise herstellen.

Als maximal unaufdringliche Front-Beschallung sorgen die revolutionären Anakonda-KAN200-Module mit ihren jeweils 16 1″-Neodym-Treibern für die nötige Präsenzunterstützung auf den mittleren Plätzen der vorderen Reihen. „Aufgrund der engen Anordnung der Einzellautsprecher der Anakonda-KAN200 sind wir in der Lage, den gewünschten Effekt tatsächlich an jedem einzelnen Sitzplatz zu erzielen“, bestätigt Schild.

© Judith Buss

Bild 2: © Judith Buss

Runder Sound

Auf die Vielseitigkeit der berühmten K-array-Lautsprecher wurde Wolfram Schild erstmals im Rahmen eines Gastspiels in Berlin aufmerksam, wo die Anakonda-KAN200 in gleicher Art und Weise eingesetzt wurden. „Das dortige Ergebnis hat mich sowohl akustisch als auch optisch sofort überzeugt“, so Schild.

Mit dieser positiven Erfahrung im Rücken dauerte es nicht mehr lange, bis die K-array Systeme ihren Weg in den festen Technikbestand der Münchner Kammerspiele fanden, wo sie seitdem die festinstallierte KS Audio Hauptbeschallung bei Bedarf ergänzen und den Gesamtsound im Theater abrunden. „Durch die flexible, längliche Form lassen sich die Anakonda-KAN200 an Positionen einsetzen, an denen andere Lautsprecher nicht möglich bzw. zu auffällig sind. Ich kenne kein System eines anderen Herstellers, dass dies ermöglicht.“

© Arno Declair

Bild 3: © Arno Declair

Quelle: © 2018 S.E.A. Vertrieb & Consulting GmbH


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