Verkabelungswissen: UTP versus STP - ein technischer Vergleich

28.11.2002
UTP versus STP - Die technische Betrachtung. Eine vergleichende Betrachtung von Kabeln, Systemen und deren Eigenschaften bei der Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung

Anm.: UTP-Kabel: unshielded twisted pair cable; ungeschirmtes Kabel mit verdrillten Leiterpaaren; STP-Kabel: shielded twisted pair cable, geschirmtes Kabel mit verdrillten Leiterpaaren

Einführung

Unlängst sind Diskussionen über die Vor- und Nachteile von STP-Kabeln und UTP-Kabeln aufgekommen. Die Verfechter der STP-Kabel (eine Kategorie, die Zweidrahtkabel mit einem Schirmgeflecht und Zweidrahtkabel mit einem Schirm aus Metallfolie einschließt) haben versucht, den Anspruch zu erheben, ihr Produkt sei dem UTP-Kabel überlegen, ohne aber beide Seiten der Sache hinreichend darzustellen. Zwar ist es richtig, dass das STP-Kabel und das UTP-Kabel sich im Aufbau und in der Fertigung voneinander unterscheiden, doch sollte ihre Aufgabenstellung dieselbe sein, nämlich elektronische Einheiten miteinander zu verbinden. Obwohl theoretisch beide Kabeltypen diese Aufgabe zufriedenstellend verrichten sollten, so kommt die Wahrheit zu Tage, wenn man die Leistung eines jeden dieser Kabeltypen in ihrem jeweiligen Komplettsystem betrachtet.

Gegenüberstellung UTP- / STP-Kabel

Zwei Kupferleiter, jeder umgeben von seiner eigenen farbkodierten Isolation, werden miteinander verseilt, um ein verdrilltes Paar zu bilden. Mehrere verdrillte Paare werden gemeinsam in eine äußere Hülle - oder einen Mantel - verpackt, um ein Kabel mit Leitpaaren zu bilden. Durch eine unterschiedliche Drilllänge nebeneinander liegender Paare kann die Gefahr der elektromagnetischen Störung zwischen den Paaren in derselben Kabelumhüllung minimiert werden.

Kabel mit verdrillten Leiterpaaren gibt es schon seit geraumer Zeit. Tatsächlich wurden schon frühzeitig Telefonsignale über eine Art Kabel mit verdrillten Leiterpaaren gesendet, und in fast jedem Gebäude werden noch Kabel mit verdrillten Leiterpaaren zur Übertragung von Telefon- und anderen Signalen genutzt. Jedoch sind die Signale in Laufe der Jahre wesentlich komplexer geworden, sie haben sich von 1200 bps bis zu über 100 Mbps entwickelt (bps: Bits/s, Mbps; Megabits/s). Dazu kommt, das es heutzutage wesentlich mehr Störquellen gibt, die diese Signale störend beeinflussen können, als noch zur Jahrhundertwende. Koaxialkabel und Lichtleiterkabel wurden entwickelt, um Anwendungen mit höherer Bandbreite zu beherrschen und somit neu entstehende Technologien zu unterstützen. Aber auch das Kabel mit verdrillten Leiterpaaren hat sich weiterentwickelt, so das es heutzutage Signale mit hohen Datenraten bei einem Minimum an Störungen übertragen kann.

Manche Kabel mit verdrillten Leiterpaaren verfügen über eine metallische Abschirmung, um die Möglichkeit elektromagnetischer Einkopplungen zu reduzieren. Elektromagnetische Einkopplungen werden verursacht durch Störquellen wie Elektromotoren, Netzleitungen und nahe Rundfunk- und Radarsender hoher Leistung, die Signalverfälschungen oder Einkopplungen verursachen - zusammengefaßt unter dem Begriff Störungen. Geschirmte Kabel mit verdrillten Leiterpaaren (STP-Kabel) umschließen die signalführenden Leiter mit einer leitenden Abschirmung. Auf den ersten Blick mag man glauben, das wegen der physischen Ummantelung durch einen Schirm beim STP-Kabel alle Einkopplungen von außen automatisch unterdrückt würden; dies ist jedoch nicht der Fall.

Genau wie ein Draht wirkt der Schirm wie eine Antenne, indem er die aufgenommenen Störungen in einen elektrischen Strom umsetzt, der durch den Schirm fließt, sobald er ordnungsgemäß geerdet ist. Dieser Strom wiederum induziert einen gleich großen, in Gegenrichtung durch das verdrillte Leiterpaar fließenden Strom. Solange die zwei Ströme symmetrisch zueinander sind, löschen sie sich gegenseitig aus und liefern keine zusätzliche Störung am Empfängereingang. Jede Unstetigkeit in der Abschirmung oder eine andere Asymmetrie zwischen dem Strom im Schirm und dem Strom im verdrillten Leiterpaar wirkt sich als Störung aus. STP-Kabel wirken nur dann als Schutz gegen Einstrahlungen oder als Störsperre, wenn die gesamte Verbindung abgeschirmt und ordnungsgemäß geerdet ist. Um ordnungsgemäß zu arbeiten, muss jede einzelne Komponente des geschirmten Kabelsystems ebenso vollständig geschirmt sein.

STP-Kabel haben auch Nachteile: zum Beispiel kann ihre Dämpfung bei hohen Frequenzen zunehmen, und ihre Symmetrie kann abnehmen, wenn die durch die Abschirmung verursachten Effekte nicht entsprechend kompensiert sind; dies führt zu Übersprechen und zu Signalrauschen. Die Wirkung der Abschirmung hängt vom Schirmmaterial, seiner Dicke, der Art des elektromagnetischen Störfelds, seiner Frequenz, der Entfernung des Schirms von der Störquelle, von Unstetigkeiten im Schirm und der angewandten Erdungsmaßnahme ab. Auch kann nicht immer garantiert werden, daß der Schirm selbst frei von Fehlern ist.

Manche STP-Kabel verfügen über eine dicken, geflochtenen Schirm. Diese Kabel sind schwerer, dicker und schwieriger zu installieren als ihre Gegenspieler, die UTP-Kabel. Manche STP-Kabel haben nur einen relativ dünnen äußeren Schirm aus Metallfolie. Diese Kabel, die auch foliengeschirmte Kabel (ScTP-Kabel) genannt werden, sind dünner und weniger teuer als Kabel mit geflochtenem Schirm. Jedoch sind sie nicht leichter zu installieren, der minimale Biegeradius und die zulässige Zugkraft müssen bei der Installation streng beachtet werden; andernfalls könnte der Schirm einen Schaden erleiden.

UTP-Kabel basieren demgegenüber nicht auf physischen Abschirmungsmaßnahmen zum Fernhalten von Störungen, sondern auf Symmetrievorteilen und Filtertechniken mittels Mediafilter und/oder Baluns. Störungen werden gleichermaßen auf je zwei Leiter induziert, so löschen sie sich am Empfängereingang aus. Bei der Verwendung von ordnungsgemäß konstruierten und gefertigten UTP-Kabeln ist diese Technik einfacher zu beherrschen als die Stetigkeitseigenschaften im Schirm und die Erdung bei STP-Kabeln.

UTP-Kabel haben sich im Lauf der Jahre weiterentwickelt, für unterschiedliche Anwendungen sind unterschiedliche Varianten verfügbar. Noch immer ist das Standardtelefonkabel, auch als "DIW" bekannt, erhältlich. Die im Lauf der Jahre eingeführten Verbesserungen, wie Änderungen in der Verseilung der Paare oder in den individuellen Leiterumhüllungen bzw. im Außenmantel, haben zur Erweiterung des Standards EIA/TIA-568 für UTP-Kabel geführt, Kategorie 3 (spezifiziert für Signale mit einer Bandbreite bis 16 MHz), Kategorie 4 (spezifiziert für Signale mit einer Bandbreite bis 20 MHz), Kategorie 5 (spezifiziert für Signale mit einer Bandbreite bis 100 MHz und höher). Da UTP-Kabel leicht, dünn und flexibel wie auch vielseitig einsetzbar, zuverlässig und preiswert sind, wurden bereits Millionen von Knoten mit UTP-Kabeln verbunden. Dies wird weiterhin der Fall sein, auch für Anwendungen mit einer hohen Datenübertragungsgeschwindigkeit. Um optimale Ergebnisse zu erreichen, sollten UTP-Kabel stets als Teil eines gut geplanten, strukturierten Kabelsystems betrachtet werden.

Gegenüberstellung UTP- / STP-Kabelsysteme

Wenn STP-Kabel zusammen mit nicht ordnungsgemäß abgeschirmten Steckverbindern (zum Verbinden von Hardwareeinheiten) oder mit ungeeigneten Steckdosen kombiniert werden, oder wenn der Schirm aus Metallfolie beschädigt ist, sinkt die Signalqualität insgesamt. Diese kann zu einer Verringerung der Emissions- und der Verträglichkeitseigenschaften führen. Daher muss, um die völlige Ausschaltung von Störeinflüssen zu erreichen, in einem geschirmten Kabelsystem jede Komponente in diesem System vollständig und lückenlos geschirmt sein, ebenso wichtig ist die ordnungsgemäße Installation und Wartung.

Gleichermaßen benötigt ein STP-Kabelsystem eine gute Erdung und gute Erdungsmethoden. Ein nicht ordnungsgemäß geerdetes System kann die Quelle von Emissionen und Einkopplungen sein. Ob diese Erdung an einer oder an beiden Enden des Kabelstrangs durchgeführt wird, hängt von der in der Anwendung vorkommenden Frequenz ab. Bei Signalen mit hohen Frequenzen muss ein STP-Kabelsystem mindestens an beiden Enden des Kabelstrangs geerdet werden, es darf keine Unterbrechungen aufweisen. Ein nur an einem Ende geerdeter Schirm zeigt keine Wirkung gegenüber der Einkopplung von magnetischen Feldern. Die Länge des Erdleiters selbst kann auch eine Ursache von Problemen sein. Wenn er zu lang ist, wirkt er nicht mehr als Erdung. Daher ist eine optimale Erdung eines STP-Kabelsystems nicht möglich, da sie von der jeweiligen Anwendung abhängig ist. UTP-Kabelsysteme haben dieses Problem nicht.

Während STP-Kabelsysteme von Faktoren wie der physischen Unstetigkeit im Schirm selbst oder von der Installation mit hinreichend geschirmten und geerdeten Komponenten abhängig sind, hat ein UTP-Kabelsystem ein paar Angriffspunkte weniger für mögliche Fehler und ist einfacher zu installieren. Für die UTP-Kabelsysteme wie z. B. Lucent Technologies SYSTIMAX Structured Cabling Systems (SCS) werden alle Einzelprodukte, die für den Einsatz zertifiziert worden sind, von Lucent Technologies gefertigt und einer Einzelprüfung unterzogen, aber auch zusammen mit anderen Produkten des SYSTIMAX SCS-Angebot geprüft. Es werden zum Beispiel alle Kabel während ihrer Fertigung und auch als vollständiges Kabelsystem für besondere Anwendungen, für die sie zertifiziert sind, geprüft. Alle für die Verwendung in SYSTIMAX SCS zertifizierten Produkte haben eine Garantie von 15 Jahren.

SYSTIMAX SCS macht sich die von den Bell Laboratories entwickelten Lucent Technologies Konstruktionsvorschriften für alle zertifizierten Komplettanwendungen zunutze. Diese Konstruktionsvorschriften, die vollständig in den Anwendungsrichtlinien von Lucent Technologies dokumentiert sind, geben an, welche Produkte eingesetzt werden dürfen (z. B. nur Kategorie 5-Produkte für bestimmte Hochgeschwindigkeitsanwendungen), wie das Kabel abzuschließen und zu handhaben ist, wie auch die maximale Ausdehnung von Kabelsträngen. Alle Anwendungen werden in den Prüflabors der Lucent Technologies Bell Laboratorien geprüft und für einen Zeitraum von 15 Jahren zugelassen. Folgerichtig werden die Produkte wie die Systeme vollständig geprüft und unterliegen der Garantie.

Gegenüberstellung UTP- / STP-Kabelsysteme und elektromagnetische Verträglichkeit (EMC)

Zusätzlich zur pedantisch genauen Konstruktion und Fertigung, wie auch der vollständigen Systembetrachtung, spielt bei der Auswahl eines Kabelsystems ein weiterer Faktor mit, der sich auf die jüngst durchgeführte Annahme der Gesetze über die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) bezieht. EMV bezieht sich auf die Fähigkeit eines elektronischen Systems, in seiner Umgebung ordnungsgemäß zu funktionieren, d. h. einer Umgebung, in der sich mehrere Geräte im selben Arbeitsbereich befinden, und jede Einheit elektromagnetische Störungen aussendet. Mit der zunehmenden Anzahl elektronischer Geräte in einem durchschnittlichen Arbeitsbereich gewinnt die EMV an Bedeutung, da ein Übermaß an Störstrahlung seitens eines Geräts sich negativ auf das Verhalten eines anderen Geräts auswirken kann. Dies bedeutet, das jedes elektronische System, das entweder ein STP- oder ein UTP-Kabelsystem einbezieht, den EMV-Bestimmungen genügen muss.

In einigen Ländern, wie den Vereinigten Staaten und in Deutschland, haben die EMV-Bestimmungen schon seit Jahren Bestand. So hat die Verwirklichung des europäischen EMV-Gesetzes im Jahr 1989 die Aufmerksamkeit wieder auf EMV gelenkt. Das europäische EMV-Gesetz 89/336/EEC legt fest, das alle elektronischen Geräte und Apparate die Bedingungen des Gesetzes erfüllen müssen. Diese Systeme müssen den wichtigen Anforderungen des Gesetzes genügen, bevor sie in einem Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) verkauft werden können. Einige nationale Bestimmungen (wie die Amtsblatt Verfügung 243/91 in Deutschland) befreien STP-basierende Systeme von der Störfestigkeitsprüfung. Zum 1. Januar 1996 werden jedoch diese nationalen Bestimmungen nicht mehr angewendet, danach müssen alle Systeme geprüft werden. Diejenigen Systeme, die den Anforderungen nicht genügen, können nicht im Bereich des EWR verkauft werden.

Wie gut behaupten sich UTP- bzw. STP-basierende Systeme gegenüber den strengen EMV-Prüfungen? Im Gegensatz zu einigen populären Annahmen werden nicht alle STP-basierenden Systeme automatisch die EMV-Prüfungen bestehen können, wohingegen ein gut geplantes UTP-Kabelsystem dazu in der Lage ist.

EMC Fribourg, eine schweizerische Prüfeinrichtung, führte vergleichende EMV-Prüfungen an vier STP- und einem UTP-Kabelsystem durch. Alle waren für die Unterstützung des IBM 16 Mbps Token-Ring Netzes (LAN) gemäß dem Standard ISO 8802.5 konfiguriert, wobei PCs (Personal Computer) mit IBM Token-Ring-Adapterkarten benutzt wurden. (Mbps: 1 Megabits/s)

Für das UTP-Kabelsystem wurde folgendes System ausgewählt:SYSTIMAX SCS 1601 Kategorie 5 24-AWG 4-Paar-UTP-Hochleistungskabel mit einem M1000 MULTIMAX-Panel und M100-Adaptern (IO) zum Anschluß externer Hardware und einem 370C1-Adapter (Mediafilter), der zur Kopplung der IBM-Karte mit dem SYSTIMAX SCS UTP-System eingesetzt wird.

Die Prüfergebnisse lauten wie folgt:

  • Bei Störstrahlungsmessungen im Frequenzbereich von 30 MHz bis 1 GHz in einer reflexionsfreien Meßkammer und im Freifeld hat das SYSTIMAX SCS UTP-System die Anforderungen gemäß CISPR 22/EN5022 Klasse B (die Klasse B-Anforderungen gelten für den Wohnbereich etc. und sind strenger als die Klasse A-Anforderungen für den Industriebereich) bei weitem erfüllt.
  • Bei der Zuführung von Störsignalen zur Prüfung der Signalanschlüsse bei niedrigeren Frequenzen (150 kHz...30 MHz) mit einer Stromzange genügte das SYSTIMAX SCS UTP-System den Anforderungen gemäß dem Vorschlag für CISPR 22/EN5502 Klasse B.
  • Bei der Burstprüfung mit Mehrfachimpulsen nach IEC 801.4 fiel das SYSTIMAX SCS UTP-System nicht aus, auch nicht als es der Hochspannungsprüfung mit 4000 V unterworfen wurde. Keines der STP-Kabelsysteme überlebte bei diesen Spannungspegel.
  • Bei der Störfestigkeitsprüfung nach IEC 801.3, nach der die Widerstandsfähigkeit eines Systems gegenüber der Einwirkung von elektromagnetischen Feldern bei festgelegten Feldstärken (26 MHz...1 GHz) geprüft wird, traten am SYSTIMAX SCS UTP-System keine Fehler auf. Eines der geprüften STP-Kabelsysteme wies Fehler auf, als ein Mediafilter anstelle des geschirmten Anschlußkabels am PC eingesetzt wurde.

MC Fribourg folgert, daß UTP-Kabelsysteme und, im besonderen die SYSTIMAX SCS UTP-Systeme, den obengenannten EMV-Bestimmungen genügen.

UTP-Kabelsysteme und Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung

Prüfungen, die in bekannten Prüflabors durchgeführt wurden, zeigen, daß UTP-Kabelsysteme und im besonderen SYSTIMAX SCS, in dem UTP-Kabel zum Einsatz kommen, die Standardspezifikationen zur Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung innerhalb eines annehmbaren Niveaus erfüllen und alle geforderten Prüfungen durchlaufen kann.

EMV-Prüfungen wurden an einem ISO 8802.3 10 Mbps 10Base-T-System durchgeführt, das ein SYSTIMAX SCS 1061 Kategorie 5 24-AWG 4-Paar UTP-Hochleistungskabel mit Kategorie 5-Panelen, Kategorie 5-M100-Adaptern (IO) und Kategorie 5-Anschlußkabel zusammen mit einem 486er PC und Elektronikeinheiten von einigen bedeutenden Anbietern nutzte. Die Prüfungen wurden in den Lucent Technologies Bell Laboratorien Global Laboratory in Holmdel, NJ, durchgeführt und einer bekannten und kompetenten deutschen Stelle, dem Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (BZT) zur Zertifizierung zugestellt. Das SYSTIMAX SCS UTP-System durchlief jeden Test erfolgreich und übertraf in einigen Fällen die gegenwärtigen Anforderungen nach dem EMV-Gesetz.

Die Prüfungen wurden wie folgt durchgeführt:

  • Abgestrahlte Störungen; Norm 55022, 1987, Grenze nach Klasse B
  • Leitungsgeführte Störungen (Netzzuleitungen); Norm 55022, 1987, Grenze nach Klasse B
  • Leitungsgeführte Störungen (Datenanschlüsse); Norm 50081-1, 1992, Informativer Anhang A, CISPR 22 Ergänzung, CISPR/G (Abschn. 65), 1993, Grenze nach Klasse B
  • Störfestigkeit gegen elektrostatische Entladung (ESD); Norm IEC 801.2, 1991, IEC CISPR 24, Teil 2, prEN 55024, Teil 2, Kontaktentladung mit 4000 V (Stufe 2), Luftentladung mit 8000 V (Stufe 3)
  • Störfestigkeit gegen elektromagnetische Felder; Norm IEC 801.3, 1992, IEC CISPR 24, Teil 3, prEN 55024, Teil 3, 3 V/m (Stufe 2), 10 V/m (Stufe 3)
  • Störfestigkeit gegen Impulspakete (Burst, EFT), IEC 801.4, 1988, IEC CISPR 24, Teil 4, prEN 55024, Teil 4, Netzzuleitungen mit 1,0 kV (Stufe 2), Daten-/Steuerleitungen mit 0,5 kV (Stufe 2) und 1,75 kV (Stufe 3)

EMV-Prüfungen wurden ebenso an einem ISO 9314 (ANSI X3T9.5) 100 Mbps TP-PMD-LAN durchgeführt, das ein SYSTIMAX SCS 1061 Kategorie 5 24-AWG 4-Paar UTP-Hochleistungskabel mit Kategorie 5-Panelen, Kategorie 5-M100-Adaptern (IO) und Kategorie 5-Anschlußkabel zusammen mit einem 486er PC und Elektronikeinheiten von einigen bedeutenden Anbietern nutzte. Die Prüfungen wurden in den Lucent Technologies Bell Laboratorien Global Laboratory in Holmdel, NJ durchgeführt und einer bekannten und kompetenten deutschen Stelle, dem Bundesamt für Zulassungen in der Telekommunikation (BZT) zur Zertifizierung zugestellt. Das SYSTIMAX SCS UTP-System durchlief jeden Test wiederum erfolgreich und übertraf in einigen Fällen die gegenwärtigen Anforderungen nach dem EMV-Gesetz.

Die Prüfungen wurden wie folgt durchgeführt:

  • Abgestrahlte Störungen; Norm 55022, 1987, Grenze nach Klasse B
  • Leitungsgeführte Störungen (Netzzuleitungen); Norm 55022, 1987, Grenze nach Klasse B
  • Leitungsgeführte Störungen (Datenanschlüsse); Norm 50081-1, 1992, Informativer Anhang A, CISPR 22 Ergänzung, CISPR/G (Abschn. 65), 1993, Grenze nach Klasse B
  • Störfestigkeit gegen elektrostatische Entladung (ESD); Norm IEC 801.2, 1991, IEC CISPR 24, Teil 2, prEN 55024, Teil 2, Kontaktentladung mit 4000 V (Stufe 2), Luftentladung mit 8000 V (Stufe 3)
  • Störfestigkeit gegen elektromagnetische Felder; Norm IEC 801.3, 1992, IEC CISPR 24, Teil 3, prEN 55024, Teil 3, 3 V/m (Stufe 2)
  • Störfestigkeit gegen Impulspakete (Burst, EFT), IEC 801.4, 1988, IEC CISPR 24, Teil 4, prEN 55024, Teil 4, Netzzuleitungen mit 1,0 kV (Stufe 2), Daten-/Steuerleitungen mit 0,5 kV (Stufe 2)

Des weiteren haben Untersuchungen, die von der SYSTIMAX SCS-Abteilung der Lucent Technologies Bell Laboratorien zusammen mit der Advanced Multimedia Communications Abteilung der Lucent Technologies Bell Laboratorien durchgeführt worden sind, gezeigt, das SYSTIMAX SCS UTP-Systeme, die 100 m (328 Fuß) des 1061 Kategorie 5 24-AWG 4-Paar UTP-Hochleistungskabels mit einem M1000 MULTIMAX-Panel und M100-Adaptern (IO) und Kategorie 5-Anschlußkabel zum Anschluß von externer Hardware zusammen mit Kategorie 5 D8AU-Anschlußkabeln ausgestattet sind, erfolgreich bis zu 622 Mbps übertragen können; dies entspricht 23.000 Textseiten pro Sekunde. Für die Prüfung wurden handelsübliche, qualitativ hochwertige RGB-Videogeräte eingesetzt, um ein geeignetes Signal zur Verfügung zu haben. Eine RGB-Kamera mit hoher Auflösung in Studioqualität wurde zur Aufnahme bewegter Bilder eingesetzt. Mittels eines Codec (Kodierer/Dekodierer) wurde das analoge Videosignal der Kamera in ein digitales Videosignal nach dem genormten Protokoll D1 umgewandelt und am Sender in ein trägerloses 64-Punkt Amplituden- und Phasensignal (64 CAP) kodiert. Das 64 CAP-Kodierverfahren wurde benutzt, um das Datensignal am Sender in vier 155 Mbps-"Kanäle" aufzuteilen, die dann jeweils über ein Paar des 4-Paar-Kabels übertragen wurden, danach dekodiert, um im Empfänger am Ende der Verbindung wieder zu einem einzigen 622 Mbps Datensignal vereinigt zu werden. Ein Codec setzte das Signal wiederum in ein analoges RGB-Videosignal, das am Monitor angezeigt wurde, um.

Die Vorteile beim Einsatz des UTP-Kabelsystems

STP-Kabelsysteme sind teurer, schwieriger zu installieren und zu warten als UTP-Kabelsysteme, sie sind jedoch nicht notwendigerweise besser. Wie die Resultate von EMV- und anderen Prüfungen belegen, zeigten UTP-Kabelsysteme selbst unter strengen Testbedingungen hervorragende Ergebnisse. Des weiteren zeigte SYSTIMAX SCS<//font> - es wurde als typischer Vertreter für ein UTP-Kabelsystem ausgewählt - ausdrücklich die Vorteile der ausgedehnten Prüfungen und der pedantisch genauen Fertigung gemäß den strengen Bestimmungen der Qualitätskontrolle nach ISO 9000 bei Lucent Technologies. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, ein strukturiertes Kabelsystem zu benutzen, das aus Produkten zusammengesetzt ist, die konstruiert und gefertigt wurden, um optimal miteinander zu harmonieren und den internationalen Normen zu genügen.

L.A. Baxter, PE
Direktor Forschung & Entwicklung
SYSTIMAX SCS


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