Mobile Computing trifft Nerv der Zeit - Die Zukunft heisst Wireless

15.02.2003
Drahtlos-Technologien im Aufwind - Das Mobile Computing traf in der Kombination mit Mobile Internet nicht nur den Nerv einer modernen, agilen Geschäftswelt, die vom Kabel los wollte.

Es entspricht auch voll und ganz dem Geschmack und den Bedürfnissen einer mobilen, jungen Generation, die mit Handy, PDA oder Notebook "always online" sein möchte.WLAN Markt übertraf 2002 sogar die Optimisten.

Die wirtschaftlichen Eckdaten signalisieren Handlungsbedarf.

Das stagnierende Wachstum der BRD, schwache Eigenkapitalquoten sowie der höchste Anteil an Insolvenzen seit 10 Jahren fordern die IT-Supply-Chain in besonderer Weise. Die Herausforderungen für den Fachhandel im neuen Jahr sind groß. Dennoch sind nach wie vor steigende Umsätze bei den innovativen Technologien zu erwarten. Gute Aussichten verheißt das Wireless Networking, mit besten Prognosen für 2003.

Die Chancen liegen im hohen Prestige des Mobile Computing, die Ansatzpunkte in gestandener Netzwerk-Expertise und in einer genauen Bedarfsermittlung aus professionellen Kundenbeziehungen. Bereits im vergangenen Jahr übertraf der WLAN-Markt selbst die Optimisten unter den Wirtschafts-Auguren. Mobile Computing ist in. WLAN dringt aus der Netzwerk-Domäne in den Massenmarkt vor und erobert zusehends das Home-Computing.

Funklösungen bieten daher auch 2003 erweiterte Absatzchancen, im Wachstums-Segment der mobilen Anwendungen, im Access-Bereich und bei Hot-Spot Installationen. Das Preis-Leistungsverhältnis für WLANTechnologien findet inzwischen weithin Akzeptanz. Kein Wunder, denn die Hardware-Kosten für 802.11b Equipment waren seit 1999 kontinuierlich gefallen.

Doch genau dieses Preisgefälle wurde zum initialen Auslöser für die steigende
Nachfrage. WLAN wurde sowohl für Unternehmen interessant als auch für den
Privatkunden, der bekanntlich zögert, bis er ein akzeptables
Preis-Leistungsverhältnis vorfindet und es erst dann in voller Breite honoriert.

Zudem hielt Wireless LAN, was es verspach.

Der Aspekt der Mobilität hatte das Käuferinteresse angeregt und überzeugt.
Nicht allein weil eine wirklich gut funktionierende Technik dahinter steht, sondern weil Kunden das Persönliche am Personal Computing wieder entdeckten und zu ihrem ureigenen Nutzen sofort gebrauchen konnten.

Jahrelang hatten sich die Innovationen des PC-Marktes in der öffentlichen Wahrnehmung als Performance-Gewinne von höher getakteten CPUs niedergeschlagen.

Die Laien wurden von ewigen Benchmark-Tests eher gelangweilt und lasen unaufhörlich, dass ihre Systeme längst veraltet waren. Viele mussten erfahren,
dass die Erlebniswelt Internet zwar allerorten zu Markte getragen wurde, aber
ihre Rechner zu lahm waren und dass lange Zeit die Breitbandanschlüsse nur auf Antrag mit Warteliste zu haben waren.

Das Mobile Computing aber entsprach in der Kombination mit Mobile Internet nicht allein dem Informationsbedarf einer modernen agilen Geschäftswelt, die vom Kabel los wollte. Es war auf Anhieb auch zu gebrauchen. Zudem traf es den Nerv und den Geschmack einer mobilen, jungen Generation, die mit Handy, PDA oder Notebook "always online" sein möchte und die sich ganz unbedarft vernetzt.

Denn ein Ad-hoc-Netzwerk ist mit WLAN Equipment auch von Laien einfach zu installieren und entspricht eben nicht nur bloßer Zweckrationalität, sondern vitalen Kommunikationsbedürfnissen.

Märkte mit Zukunft

In nüchternen Zahlen und reinen Fakten ausgedrückt, verzeichnete der WLAN-Markt 2002 einen Umsatz von etwa 884 Millionen US Dollar weltweit. Damit  wurden die Prognosen aus dem Jahre 1999 für 2002 um 113% übertroffen.

Bis 2005 ist ein Umsatzzuwachs auf 5,6 Milliarden US Dollar weltweit prognostiziert. Die Gründe für dieses Wachstum liegen darin, dass das Mobile Computing ungemindert den Markt durchdringt. Etwa 20% aller neu erworbenen Computersysteme sind heute schon Laptops. Viele Notebooks und PDAs sind bereits vom Hersteller für den Betrieb als drahtlose Clients ausgelegt. WLAN wird von vielen Betriebssystemen unterstützt. Nicht umsonst ist die 802.1x Unterstützung und die automatische WLAN-Erkennung in die Entwicklung von Microsoft Windows XP eingeflossen.

Ungebundenheit

Die Drahtlos-Technologien erweiterten also nicht nur das klassische Kabelnetzwerk. Es entstand auch ein Massenmarkt, weil der Anwender in der unverhofft gewonnenen Freiheit des Mobile Computing einen wirklich spürbaren Nutzen fand, der ihm zudem noch richtig Spaß macht. Ganz gleich ob er seinen mobilen Laptop beruflich, geschäftlich oder privat gebraucht.

Netzwerk-Business und ein neu entstandener Massenmarkt für Privatkunden verstärken sich wechselseitig.

Multifunktionalität

Der flexible Einsatz von WLAN-Technologien spart faktisch Kosten, schon deshalb weil vielerorts teure Verkabelungen nun entfallen können.WLAN erobert mit Multifunktionsgeräten und kombinierten Breitbandanschlüssen die Büroumgebungen, ob bei Neuinstallationen oder Erweiterungen.

Die Anzahl der WLAN-fähigen Geräte vergrößert sich ständig, bei Laptops, PDAs oder Pocket-PCs. Der hohe Grad der Standardisierung rechtfertigt das Vertrauen der Endverbraucher in eine WLAN Technologie, die Interoperabilität zwischen allen führenden Herstellern aufweist.Ständige Verbesserungen der Sicherheitsmechanismen, wachsender Datendurchsatz und höhere Abdeckung kommen den Ansprüchen der Unternehmenskunden entgegen.

Höhere Reichweiten und interne Repeater-Funktionen gestatten es, die Access  Points miteinander zu verbinden. Distanzen bis zu einem Kilometer und mehr können auf diese Weise überbrückt werden. Sie erlauben den Aufbau von WLANs über große Entfernungen.

Moderne Antennen-Technik eröffnet Gebäudeverbindungen im Metropolitan Area Networking. Kurzum, im Access-Bereich liegen vielfältige Aufgaben, während die Hot-Spot Installationen den Absatz deutlich forcieren.Quelle: Compushack Production, Autor:  Ralf Riba


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