Der Bluetooth-Markt schwächelt - auf hohem Niveau

08.01.2003
Laut einer Untersuchung des Halbleiter-Marktforschers Micrologic Research kann sich die drahtlose Funktechnik Bluetooth zwar weiterhin auf eine aussichtsreiche Zukunft freuen, aber die vor einem Jahr prognostizierten Absätze für 2002 seien nicht mehr zu erreichen.

Mit Bluetooth können Geräte der Konsumelektronik wie etwa Handys, PDAs, Notebooks, Headsets oder MP3-Spieler ohne Kabel über kurze Distanzen nahezu selbstständig miteinander kommunizieren.

Hauptgrund für die zurückgenommene neue Prognose sei die "schwache Weltkonjunktur", die auch den eigentlich aufstrebenden Bluetooth-Markt niederdrücke. "Fast jede Sparte in der Kommunikationsbranche leidet derzeit unter ausbleibenden Wachstumsperspektiven", meint der Autor der Studie, Jack Quinn. "Bluetooth bildet keine Ausnahme."

Insgesamt sagt Micrologic Research der Kurzstreckentechnik aber weiterhin eine rosige Zukunft voraus. In diesem Jahr soll zwar der Absatz an Bluetooth-Chipsätzen die letztjährigen Vorhersagen um ein Fünftel unterlaufen, aber immerhin noch stattliche 35,3 Millionen Stück verzeichnen. Noch besser sieht es den Marktforschern zufolge in einigen Jahren aus. Zwar sei die Wachstumskurve wegen der aktuellen Schwäche etwas flacher, aber im Jahr 2006 sollen weltweit mehr als eine Milliarde Bluetooth-Chipsätze auf den Markt kommen. Ursprünglich wurde erwartet, dass diese Grenze bereits 2005 überschritten wird. Nun soll sich die Halbleiterbranche erst 2006 über 1,3 Milliarden an Gerätehersteller ausgelieferte Bluetooth-Chipsätze freuen.


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