eco: Das sind die 6 Top Trends im Bereich Mobile und IoT 2017

07.01.2017
Dr. Bettina Horster, Vorstand VIVAI AG und Direktorin IoT und Mobile im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., hat die wichtigsten Trends 2017 für Ihre Kompetenzgruppe identifiziert.
eco - Verband der Internetwirtschaft e.V.

Ihre Schlussfolgerung: Wir stehen erst am Anfang!

1. Fairer Datenschutz: Zu den wichtigsten Trends gehört Data Fair Share für die Anwender und die Anwendungsbetreiber. Darunter sind differenzierte persönliche Datennutzungsrechte und nicht das Alles-oder-Nichts-Prinzip wie etwa bei WhatsApp zu verstehen. „Die Nutzer wollen individuell entscheiden, welche Daten sie welchem Anbieter für welche Services zur Verfügung stellen – oder eben auch nicht“, führt Dr. Bettina Horster aus.

2. Blockchain: Als einen Megatrend stuft sie die Verbreitung von Blockchain-Mechanismen ein. Eine Blockchain beschreibt eine Liste von Datensätzen, bei denen die Prüfsumme jedes Datensatzes verschlüsselt im nachfolgenden Datensatz gespeichert ist. Dadurch wird eine Sicherheit erreicht, wie sie beispielsweise für Krypto-Währungen benötigt wird. Blockchains lassen sich nicht nur für Kryptowährungen einsetzen, sondern auch für Smart Contracts. Der Nutzer kann zum Beispiel ganz genau bestimmen wer, wann, wie oft und in welcher Granularität auf die Daten zugreifen darf. „Blockchains ersetzen künftig Trustcenter oder andere Mittler“, sagt Dr. Bettina Horster voraus. Auch Nano-Payments, also sehr kleine Zahlungen, werden dank Blockchains realistisch.

Dr. Bettina Horster, Vorstand VIVAI AG und Direktorin IoT und Mobile im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.3. Agenten: Intelligente Agenten und Natural Language Agents werden sich 2017 rasch ausbreiten, ist sich Dr. Bettina Horster sicher. „Mit Google Assistent, Microsoft Cortana und Apple Siri sind ihre Vorläufer schon auf dem Smartphone, Amazon Echo mit Sprachassistentin Alexa zeigt, wie schnell sie in die Wohnzimmer vordringen“, meint die Expertin. Der Schlüssel dazu ist die Künstliche Intelligenz (KI), also „die Integration der Intelligenz in die Endgeräte“ (Dr. Bettina Horster). Das anschaulichste Beispiel stellt das selbstfahrende Automobil dar, für das eco allerdings 2017 noch keinen Durchbruch voraussagt.

4. IoT-Sicherheit: „Vorkehrungen für Sicherheit bis ins letzte Gerät“ hält Dr. Bettina Horster spätestens ab 2017 für unabdingbar. Die Attacken auf Amazon, Netflix und Twitter haben gezeigt, wie verwundbar die Systeme gerade im Frontend sind. Die IoT-Systeme sind die komplexesten Systeme von Menschenhand, denn sie vereinen Devices, Gateways, Telekommunikationsnetze, Datenbanken, Branchenlösungen, Analysetools, GUIs, Anwendungen und mehr – es gibt kaum Unternehmen, die die gesamten Ökosysteme überschauen können. Auf dem Gebiet der IoT-Plattformen ist für 2017 abzusehen, dass die großen immer mehr die kleinen Anbieter bedrängen, so dass diese auf Nischenstrategien ausweichen müssen. Die IoT-Plattformen verfestigen ihre Preismodelle und erlauben den Kunden bessere Planungen. Mit den IoT-Plattformen beginnt in den Unternehmen zudem die Abkehr von den firmeneigenen Datensilos, sagt Dr. Bettina Horster voraus.

5. Hybrid Cloud: Beim Cloud-Computing werden sich 2017 Hybrid Plattformen als der Normallfall herauskristallisieren, meint Dr. Bettina Horster. Hierbei wird nur ein Teil der Daten in die Public Cloud ausgelagert; besonders sensible Informationen bleiben auf den firmeneigenen Servern. Dr. Bettina Horster: „Nicht alle Unternehmen möchten ihre ‚Golden Nuggets’ in die Public Cloud legen. Hybride Systeme bieten ‚best of breed’.“

6. Augmented Reality: Bei Augmented Reality erwartet die eco Expertin für 2017 den Durchbruch im B-to-B-Bereich. „Pokemon Go“ hat das enorme Potenzial im Consumer-Markt gezeigt. Jetzt sind B-to-B-Businessmodelle in der Pipeline, meint Dr. Bettina Horster und sagt: „Wer meint, dass das Thema Digitalisierung insbesondere im Mobile-Bereich mit den heutigen hochentwickelten Smartphones und mobilen Services weitgehend ausgereizt ist, irrt sich gewaltig – ganz im Gegenteil!“

Quelle: eco - Verband der Internetwirtschaft e.V.


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