FIFA World Cup - Avaya hilft bei der Kommunikation

08.01.2003
Avaya installiert die Kommunikationsinfrastruktur für den weltgößten Fussball Event

Stellen Sie sich einmal ein weltweit agierendes Unternehmen mit Hunderten von Partnern, Zulieferern und "Kunden" vor, das für mehr als 40.000 freiwillige Helfer und Medienvertreter sowie 32 Mannschaften ein modernes Netzwerk aufbauen muss - und das in nur sechs Monaten.

Wählen Sie dann das populärste und meistverfolgte Sportereignis der Welt - die Fußballweltmeisterschaft 2002 - als Hintergrund und Sie haben eine Vorstellung von der Herausforderung, der sich die FIFA (Federation Internationale de Football Association) Anfang 2001 stellen musste.

Als Weltverband der professionellen Fußballverbände ist die FIFA für den alle vier Jahre stattfindenden FIFA World Cup™ zuständig, der von Milliarden von Fans in aller Welt stets mit Spannung erwartet wird. Die letzte Fußball-WM im Jahr 1998 wurde von insgesamt mehr als 33 Milliarden Zuschauern in den Stadien und an den Fernsehbildschirmen verfolgt.

Die FIFA wandte sich wegen der in Korea und Japan stattfindenden Fußball-WM an Avaya, einen weltweit führenden Anbieter von Kommunikationslösungen und -services, zu dessen Kundenkreis zahlreiche Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und andere Institutionen zählen, darunter über 90 % der Fortune-500-Unternehmen. Wie jedes andere Großunternehmen benötigte die FIFA nämlich so schnell wie möglich ein sicheres, flexibles Netzwerk mit hoher Bandbreite, das auf vorhandene IT-Systeme aufbaute und in der Lage sein musste, den Anforderungen unzähliger höchst mobiler Benutzer in mehreren Ländern in vollem Umfang zu genügen.

Darüber hinaus war eine IT-Integration in großem Stil erforderlich, von der Abwicklung der Akkreditierung und dem Freiwilligen-Management bis hin zu Kartenverkauf, Sicherheit, Medien und Ergebnisstatistiken. Für die Arbeit hinter den Kulissen erwartete die FIFA eine enge Zusammenarbeit zwischen den Avaya-Profis, der FIFA und ihren IT-Anbietern, um die Zuverlässigkeit, Präzision und Verfügbarkeit eines Netzwerks sicherzustellen, das mehrere IT-Anwendungen unterstützt. Die Anforderungen an die Sicherheit, Materialbestände und Logistik, Unterbringung und Büroautomatisierung für ein solches Großereignis sind enorm. Nicht zu vergessen sind dabei auch das Verwaltungssystem für Akkreditierung, Freiwilligen-Management und Protokoll, der Internet-Anschluss für www.fifaworldcup.com, ein Ergebnissystem für den Abruf von Ergebnisstatistiken vor Ort, ein Informationssystem und Fernsehgrafiken für Kommentatoren, ein internationales und lokales Kartenverkaufssystem sowie Mediensysteme.

Avaya schlug vor, eines der größten konvergenten Sprach- und Datennetzwerke der Welt mit mehr als 10.000 Sprach- und Datenkomponenten, Hunderten von Avaya-Datenswitche und -Routern, 25.000 Netzwerkverbindungen sowie Netzwerkkabeln mit einer Gesamtlänge von zwei Millionen Metern zu bauen. Avaya sah ferner vor, das Netzwerk mithilfe von Frame-Relay-Diensten von Korea Telecom sowie ATM-Diensten (Asynchronous Transfer Mode) des japanischen Dienstanbieters für Telekommunikation, NTT, weltweit zugänglich zu machen. Das gesamte Netzwerk sollte in weniger als sechs Monaten entworfen, getestet und gebaut werden sowie natürlich einwandfrei funktionieren - eine gewaltige Aufgabe.

Im Rahmen der Vereinbarung mit der FIFA wird Avaya die Produkte, Anwendungen und Services für IP-Telefonie und Multiservice-Netzwerke des ECLIPS-Portfolios (Enterprise Class Internet Protocol Solutions) bereitstellen. Außerdem wurden bereits Avaya-Lösungen implementiert, um die Geschäftskommunikation der FIFA und der nationalen Organisationskomitees (JAWOC und KOWOC) vor und während der WM zu erleichtern. Beispielsweise entschied man sich für Konferenztechnologielösungen, um eine interne und externe kooperative Kommunikation zu fördern.

Avaya-Experten für drahtlose Technologie sowie Konvergenz- und Verkabelungslösungen haben umfangreiche Pläne ausgearbeitet, um folgende Einrichtungen an das Netzwerk anzuschließen:

20 Fußballstadien - viele dieser Stadien wurden speziell für die WM 2002 gebaut

FIFA-Managementbüros und Büros der Organisationskomitees in Korea und Japan

Akkreditierungszentren für mehr als 40.000 Medienvertreter und freiwillige Helfer

Internationale Medien- und Rundfunkzentren in Seoul (Korea) und Yokohama (Japan), die beiden Hauptanlaufstellen für die 12.000 Medienvertreter bei der WM

Wie jedes andere umfangreiche Unternehmensnetzwerk wird auch das FIFA-Netzwerk simultane Sprach-, Daten-, Fax- und E-Mail-Kommunikation bieten. Berichterstatter, Freiwillige, Trainer und Spieler, die ständig mobil sein müssen, werden in der Lage sein, drahtlos auf die gewünschten Funktionen zuzugreifen. Das FIFA-Netzwerk wird außerdem 12.000 Medienvertretern zur Verfügung stehen, die zu den anspruchsvollsten "Kunden" der Welt gehören. Berichterstatter benötigen einen umgehenden Zugriff auf Spielstände und -statistiken, Fotografen müssen digitale Bilder vom Spielfeldrand an ihre Zentrale senden und die Organisatoren und Funktionäre müssen gegebenenfalls mit Kollegen vor Ort oder in anderen Ländern Konferenzen einberufen. Der Funktionalität, Zuverlässigkeit und Sicherheit des Netzwerks kommt dabei eine tragende Rolle zu.

Die Netzwerklösungen von Avaya bieten folgende Komponenten:

Die preisgekrönten Cajun™ Datenswitche von Avaya liefern die Bandbreite, die erforderlich ist, damit Berichterstatter mit ihren Redakteuren in der Sendezentrale sprechen und gleichzeitig für ihre Berichte die WM-Chronik durchsuchen sowie topaktuelle Informationen zu den Spielständen abrufen können. Die Avaya Cajun-Produktfamilie bietet nicht nur eine einfach zu verwaltende, kostengünstige Hochleistungs-Plattform für konvergente Sprach- und Datenanwendungen, sondern auch eine umfassende Netzwerkarchitektur vom Desktop über den Verteilerschrank und das Backbone bis hin zum WAN.

Dank Avaya (Enterprise Class Internet Protocol Solutions) (ECLIPS) können sich die Berichterstatter direkt in das FIFA-Netzwerk einwählen und ihre Laptops in virtuelle Telefone verwandeln. Dabei genießen sie dieselbe Funktionsvielfalt, die sie von modernen Bürotelefonsystemen gewohnt sind. Außerdem ermöglichen die Avaya IP-Telefone das Übertragen von Berichten, das Verwalten von E-Mail- und Fax-Nachrichten und das gleichzeitige Sprechen mit dem Redakteur in der Sendezentrale - alles über eine einzige Verbindung.

Die robusten Produkte, Anwendungen und Services für IP-Telefonie und Multiservice-Netzwerke von Avaya ermöglichen einen Abbau der Barriere zwischen IP- und leitungsvermittelter Kommunikation und damit zwischen Daten und Sprache. Die bedienerfreundlichen Softphones von Avaya sind mit sämtlichen herkömmlichen Telefonfunktionen ausgestattet und bieten eine vollständige Unterstützung für Internetprotokoll-Standards. Dank des preisgekrönten ECLIPS-Portfolios gehört Avaya gegenwärtig zu den wenigen Unternehmen, die jeder Organisation an jedem Standort - von Startups bis hin zu multinationalen Großunternehmen - kompromisslose, konvergente Sprach- und Datenlösungen mit der erforderlichen Anwendungsvielfalt bieten können.

Avaya Wireless Solutions bietet den FIFA-, KOWOC- und JAWOC-Mitarbeitern unterwegs einen vollständigen drahtlosen Zugriff auf das FIFA-Netzwerk und auf kritische IT-Anwendungen, die für das Management der WM-Spiele und der Logistik erforderlich sind. Außerdem werden Fotojournalisten vor Ort dank Avaya Wireless Solutions in der Lage sein, digitale Bilder live vom Spielfeldrand an das Medienzentrum im Stadion zu übertragen, sodass die Fans noch schneller über aktuelle Ereignisse informiert werden. Die drahtlosen Lösungen von Avaya umfassen ein vollständiges, integriertes Hardware- und Softwaresystem, das LANs um kostengünstige, leistungsstarke Fähigkeiten und Mobilität erweitert. Im Übrigen unterstützen unsere drahtlosen Lösungen konvergente Sprache und Daten und sind nahtlos mit Standardprodukten anderer Anbieter kompatibel.

Die Avaya™ VPN-Portfolio (Virtual Private Network) erlaubt die FIFA Berichterstattern, Freiwilligen und Organisatoren nicht nur flexible, erweiterte Netzwerke, sondern auch die zum Schutz vertraulicher Informationen und Ressourcen erforderliche Sicherheit. Die Access Point-Router und sicheren VPN-Gateway-Produkte von Avaya unterstützen integrierte Multiservice-Plattformen mit kostengünstigen, äußerst zuverlässigen und bedienerfreundlichen Funktionen.

Mit dem Avaya Enterprise Class Quality of Service und Policy Implementation kann die FIFA auf einfache Weise die Netzwerkbandbreite und den Zugriff steuern, damit jeder zum gewünschten Zeitpunkt auf den gewünschten Service zugreifen kann.

Avaya SYSTIMAX® Structured Connectivity Solutions (SCS) liefert der FIFA zuverlässige Konnektivität, sodass Berichterstatter, Freiwillige und Organisatoren über die in einer Netzwerkumgebung erforderlichen Hochgeschwindigkeitsverbindungen verfügen. Als weitweit führende Verkabelungslösung liefert SYSTIMAX® Solutions eine optimale End-to-End-Verkabelungsinfrastruktur für Netzwerke, die Sprache, Video, Daten und sogar Gebäudesteuerungselemente in einer einzigen Plattform integrieren.

Zusätzlich werden Tausende von Avaya-Serviceprofis an zahlreichen Standorten in Korea und Japan stationiert und das FIFA-Netzwerk planen, entwerfen, implementieren und verwalten. Unsere Beratungs- und Designservices von fachlich versierten Beratern mit abgeschlossener Zertifizierung als Microsoft® Certified Systems Engineers (MCSE) und Certified Novell Engineers (CNE)(sm) werden telefonisch und direkt vor Ort bereitgestellt. Mithilfe der Avaya CajunView™-Suite können die Avaya-Teams beispielsweise von Kontrollzentren in Korea und Japan aus die Netzwerkleistung überwachen. Avaya und akkreditierte BusinessPartner-Berater werden vor Ort technische Unterstützung der Stufen 1 und 2 für die WM-Austragungsorte bereitstellen und dabei geringfügige Fehler, Alarmmeldungen und Hardwareprobleme beheben. Unterstützung der Stufen 3 und 4 für komplexere Problemstellungen wird durch Avaya Centers of Excellence (COE) gewährleistet.

Die Fußball-WM rückt unaufhaltsam näher und alle Systeme müssen termingerecht einwandfrei funktionieren. Bereits am 1. Dezember 2001 wurden bei der Auslösung der Gruppierungen für die Erstrundenspiele in Busan (Korea) Kommunikationslösungen benötigt. Am 15. Mai 2002 wird das Netzwerk an allen Austragungsorten in Betrieb genommen - rechtzeitig zur Eröffnung des meistverfolgten und populärsten Sportereignisses der Welt.


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