WLAN-Frequenzen im 5 GHz-Bereich zur allgemeinen Nutzung freigegeben

13.11.2002
Kurth: Innovationsschub für mobile Datenübertragung durch neues Frequenzspektrum

13. November 2002: Vom 13. November 2002 an können für lokale Funknetze (Wireless Local Area Networks) Frequenzen in den Bereichen 5150 MHz - 5350 MHz und 5470 MHz - 5725 MHz gebührenfrei genutzt werden.

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hat in ihrem Amtsblatt mit gleichem Datum eine entsprechende Allgemeinzuteilung veröffentlicht.

"Das ab dem 13. November zusätzlich verfügbare Spektrum für WLAN-Anwendungen soll der mobilen Datenkommunikation in Deutschland einen zusätzlichen Innovationsschub geben. WLAN und UMTS werden sich ergänzen und die Nachfrage nach mobilen Angeboten und Dienstleistungen fördern. Die Allgemeinzuteilung von immerhin 455 MHz Bandbreite im 5 GHz-Bereich stellt sicher, dass keine zusätzliche Kostenbelastung für die Inanspruchnahme dieses Spektrums entsteht und Störungen in diesem Spektrumsbereich vermieden werden können", sagte Matthias Kurth, Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post.

Mit der Allgemeinzuteilung der WLAN-Frequenzen hat jetzt die Reg TP die rechtlichen, technischen und betrieblichen Voraussetzungen für deren Nutzung in Deutschland geschaffen. Diese Vorgaben müssen von künftigen Anwendern eingehalten werden, um eine effiziente Nutzung der begrenzten Ressource Funkfrequenzen sowie einen funktionsfähigen und störungsfreien Funkverkehr zu gewährleisten. Ein bestimmter technischer Standard wird allerdings nicht verbindlich vorgeschrieben. Diese Technologieneutralität soll es den Herstellern ermöglichen, flexible und innovative Lösungen im Markt zu platzieren und somit eine hohe Akzeptanz beim Verbraucher zu erzielen.

WLAN eignet sich besonders zur Realisierung des drahtlosen Internetzugangs an so genannten "Hot-spots", wie Flughäfen, Bahnhöfen, Hotels, Cafes oder Einkaufscentern. Darüber hinaus werden durch die Möglichkeit des Datenaustauschs mit hohen Übertragungsraten, z. B. zwischen verschiedenen Gebäuden von Hochschulen, Krankenhäusern oder Firmenkomplexen vielfältige Nutzungsmöglichkeiten erschlossen und damit der zunehmenden Bedeutung des stetig wachsenden Datenkommunikationsbedarfs in Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung Rechnung getragen.

Der Allgemeinzuteilung gingen eine öffentliche Anhörung und Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen voraus.

Quelle: Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Pressestelle


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