Verkabelungswissen: Auswirkungen von Dämpfung (Attenuation)

26.11.2002
Dämpfung (Attenuation) bezeichnet die Abschwächung eines Signals, das ein Übertragungs-Medium durchläuft.

Verluste kommen in jedem Übertragungs-Medium vor, gleich welcher Art. Die Auswirkungen sind aber deshalb entscheidend, als dass sie massgeblich die Maximaldistanz bestimmen, in der sich 2 Geräte befinden können.

Dämpfung in Kupferkabeln wird durch 2 Ursachen hervorgerufen:

  • dem unvermeidbaren Kupferverlust, der bei allen 100 Ohm Twisted Pair Kabeln mit AWG 24 Querschnitt gleich ist
  • dem dielektrischer Verlust oder Verlustfaktor durch Isolier- und Mantelmaterialien, die für Adern und Kabel verwendet werden

Ein geringer Verlustfaktor von Isolier- und Mantelmaterial ist wichtig, um die Dämpfung von Kabeln niedrig zu halten. Der Verlustfaktor ist eine relative Maßzahl für die Materialverluste.

Betrachtet man die heute gebräuchlichen Materialien, so sind Polyethylen und Teflon die optimalen Lösungen, wie sie auch als Isolierstoffe für Avaya Hochleistungskabel eingestzt werden.

Dämpfung wird üblicherweise in dB per Längeneinheit angegeben (z. B. dB/1000 Fuss) und ist eine Maß dafür, wie stark ein Signal in der Amplitude abgeschwächt oder reduziert wird, während es sich durch ein Kabel bewegt.

Die meisten LAN-(Local Area Network-)Anwendungen werden über zwei Adernpaare übertragen, wobei ein Paar zum Senden von Daten zur Gegenstation verwendet wird, während das zweite Paar gleichzeitig Daten von der Gegenstation empfängt. Dies führt zu einem weiteren kritischen Übertragungsparameter, dem Crosstalk, mit dem sich das nächste Bullet, welches wir Ihnen nächste Woche senden werden, auseinandersetzen wird.

Mit freundlicher Genehmigung von Systimax Solutions (commscope)


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