eco Report: Angst vor Industrie 4.0 hemmt deutsche Unternehmen

07.11.2015
Aktueller Report „Mobile Trends 2015“ von eco nennt die wichtigsten Hürden für M2M in Deutschland
eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

eco Veranstaltung „M2M Future Trends 2015“ (am 12. November 2015 ab 12:30 Uhr im Filmforum NRW e. V. in Köln) beschäftigt sich mit der Frage, ob Deutschland den Sprung zur Nummer Eins bei Industrie 4.0 schaffen kann oder gar eine Deindustrialisierung droht

Die Industrie 4.0 kann für Deutschland zur großen Erfolgsgeschichte werden, wenn es gelingt die noch bestehenden Hürden zu überwinden. „Wenn die Probleme klar benannt werden, können Maßnahmen entwickelt werden, um die Ängste und Befürchtungen abzubauen“, betont Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und Vorstand der VIVAI Software AG. So verhindert beispielsweise die Angst vor Diebstahl des geistigen Eigentums durch die Wettbewerber in vielen Fällen den Einsatz von Industrie 4.0-Lösungen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Report„Mobile Trends 2015“ von eco. Neben dieser Befürchtung, die von 61 Prozent der befragten IT-Experten bestätigt wird, gibt es noch weitere wichtige Hürden für M2M: Diese sind laut Untersuchung fehlendes Vertrauen (16 Prozent), zu hohe Komplexität (9 Prozent) und Schwierigkeiten, lohnende Businessmodelle zu entwickeln (18 Prozent).

Große Bedenken vor allem im Mittelstand

Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und Vorstand der VIVAI Software AG„Unkenntnis und teilweise unbegründete Befürchtungen führen in puncto M2M bei vielen, vor allem auch mittelständischen Unternehmen zu großen Unsicherheiten. Viele Betriebe sind bei der Industrie 4.0, auch aufgrund von Sicherheits-und Spionagebedenken, bewusst zurückhaltend. Dadurch verpassen sie jedoch ihre Chancen, im internationalen Wettbewerb die Nase vorne zu behalten oder an Boden gut zu machen“, betont Dr. Bettina Horster. Auch der Bereich Datensicherheit und Datenschutz wird von 18 Prozent der Experten als wichtige Hürde für die Industrie 4.0 wahrgenommen. Dies hat zur Folge, dass viele Projekte an überholten Datenschutzkonzepten im B2B-Bereich scheitern – 43 Prozent der Befragten gehen davon aus.

Neue Datenschutzkonzepte und detaillierte Informationen über die Möglichkeiten und Auswirkungen von M2M sind laut Horster daher wichtige Schritte in die richtige Richtung: „Dies würde vielen Unternehmen mehr Sicherheit im Umgang mit der Industrie 4.0 geben und gleichzeitig das Vertrauen in die neue Technologie massiv stärken. Wenn Unternehmen die Gefahren besser kennen, werden sich viele ihrer Befürchtungen zudem als unbegründet erweisen.“

eco Veranstaltung beschäftigt sich mit Industrie 4.0 in Deutschland

Die Ergebnisse des eco Reports werfen die Frage auf, „ob Deutschland den Sprung zur Nummer Eins bei den Industrie 4.0 Wirtschaftsstandorten schaffen kann oder – im schlimmsten Fall – gar eine Deindustrialisierung droht“, betont Horster. Mit diesem aktuell viel diskutierten Thema beschäftigt sich auch die eco Veranstaltung „M2M Future Trends 2015“, welche am 12. November 2015 ab 12:30 Uhr im Filmforum NRW e. V. in Köln stattfindet. „Grundsätzlich ist Deutschland für den digitalen Wandel zur Industrie 4.0 gut aufgestellt: Wir sind in der klassischen Industrie stark und können darauf aufbauen“, so die Mobile-Expertin von eco. Was getan werden muss, damit Deutschland als Industrienation nicht den Anschluss an die technologische Entwicklung verpasst, wird Kernthema der halbtägigen Veranstaltung sein. Mit von der Partie werden unter anderem auch namhafte Persönlichkeiten wie der NRW Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Prof. Dr.-Ing. Dieter Wegener, Sprecher ZVEI-Führungskreis Industrie 4.0, sein.


Quelle: eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.


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