eco zur Zukunft des Autos: Entertainment statt Staus

10.10.2015
IAA 2015: Connected Cars und Big Data werden die Zukunft des Automobils bestimmen
eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.: „Die Frage, wem die Daten gehören, lässt sich klar beantworten: dem Fahrer!“

Künftige Generationen werden vielleicht das Wort „Stau“ gar nicht mehr kennen, weil vernetzte Autos und softwaregesteuerte Verkehrsströme Staus praktisch eliminieren könnten. Diese Vision zeichnet Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. Was auf den ersten Blick die Herzen der Autofahrer höher schlagen lässt, hat allerdings auch eine Kehrseite: Das Auto fährt autonom, Geschwindigkeit und Route werden zur Optimierung der Verkehrsströme automatisch angepasst.

Dr. Bettina Horster, Direktorin Mobile im eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.

„Die heutige Automobilwelt diskutiert in erster Linie über die neuesten Assistenzsysteme bis hin zu autonom fahrenden Wagen, also alles, was das Fahrererlebnis unmittelbar berührt. Parallel dazu findet aber eine umfassende Digitalisierung der Infrastruktur im Hintergrund statt, die weit über die Stauvermeidung hinausgeht“, sagt Dr. Bettina Horster. Aus der Flut der anfallenden Daten und dem veränderten Fahrverhalten werden dank Big Data völlig neue Geschäftsmodelle entstehen, prognostiziert eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. „Wenn der Fahrer sich nicht mehr auf die Straße konzentrieren muss, könnte er beispielsweise mit Werbe- und Entertainmentangeboten unterhalten werden“, gibt die eco Expertin Dr. Bettina Horster einen Ausblick auf die Zukunft des Automobils, die nicht jedem Fahrer gefallen dürfte.

Lange bevor die Autos in Zukunft möglicherweise wirklich von alleine fahren, gibt die Auswertung der Fahrdaten schon zuvor viele Informationen über den Fahrer preis. Der Fahrstil – rasant oder lahm – gibt Auskunft über das „Sicherheitsrisiko Fahrer“, die angesteuerten Ziele – Luxushotel oder Jugendherberge – lassen Rückschlüsse auf die Gehaltsklasse zu, nennt eco nur zwei Beispiele für mögliche Auswertungen der Fahrzeugdaten. „Die Frage, wem diese Daten gehören, lässt sich klar beantworten: dem Fahrer!“, betont Dr. Bettina Horster. Sie fügt hinzu: „Allerdings holen sich viele Automobilhersteller die Zustimmung mehr oder minder klammheimlich ein, um die Daten für ihre Zwecke nutzen zu können.“

Quelle:  eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V.


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