Amerikanische FCC fördert Datenfunk im Ultrawidebad

14.02.2003
Supermanns Röntgenblick für Notfallretter. Die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) macht sich weiterhin für die drahtlose Datenübertragungstechnik UWB (Ultrawideband) stark.

Eine kommerzielle UWB-Nutzungserlaubnis aus dem vergangenen Jahr erweiterte die FCC jetzt dahingehend, dass künftig verstärkt die Entwicklung so genannter "Through-Wall-Imaging-Systeme" gefördert werden soll.

Insbesondere Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste profitierten von dieser UWB-Technik, mit der es möglich ist, durch dicke Mauern und Wände "hindurch zu sehen" und mögliche Opfer zu entdecken, ohne selbst in Gefahr zu geraten, erläuterte FCC-Commissioner Michael Copps.

Die bisherige Einschränkung, dass entsprechende UWB-Anwendungen lediglich in den Frequenzbereichen unterhalb 960 MHz oder oberhalb 3,1 GHz arbeiten dürfen, hob die Regulierungsbehörde auf. Die Einwände von Fluggesellschaften und Mobilfunkbetreibern, zwischen etablierten Drahtlos-Anwendungen (Mobilfunk, GPS, Radar) und UWB könnte es zu gefährlichen Interferenzen kommen, teilte die FCC nicht. Anders als herkömmliche Funkstationen, die eine Trägerwelle nutzen oder schmalbandig senden, arbeitet UWB mit gepulsten Signalen. Jeder Puls dauert dabei nicht länger als eine Milliardstel Sekunde. Ähnlich einem ultraschnellen Morsecode enthält die Abfolge der Pulse die zu übertragende Information.

Autohersteller wie DaimlerChrysler wollen die UWB-Technik unter anderem für neue, radarähnliche Sicherheitssysteme nutzen, bei denen Fahrzeugbremsen und Sicherheitsgurte automatisch aktiviert werden, wenn eine Kollision bevorsteht. Kontroll- und Überwachungssysteme, die mit Frequenzen bis hoch in den Terahertz-Bereich arbeiten, stehen unterdessen ebenfalls an der Schwelle zur Marktreife.

Die dabei verwendeten elektromagnetischen Wellen (300 GHz bis 20 THz) durchdringen ebenfalls Materialien wie Beton und Textilien und sind deshalb für Personenkontrollen und den Objektschutz interessant.


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