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Videokonferenz

Welche Regeln sichern die Kompatibilität zwischen den Systemen?


Inhaltsverzeichnis Kompressions-Standards

H.22x-Standards

H.32x-Standards

Kodierungs-Standards

T.12x-Standards

T.13x-Standards

Kompressions-Standards

MPEG Motion Picture Experts Group. Ein ISO Standard für Bewegtbild- und Audiokompression, welcher sowohl verlustbehaftete als auch verlustlose Kompression erlaubt. Wird eingesetzt für das Abspielen von Multimedia-Images von CD-ROM, für Pay-TV, Broadcasting und ist auch für die Videokommunikation geeignet.
JPEG Joint Photographic Experts Group. Ein ISO Standard für die Kompression, Speicherung und für das Übertragen einer Vielfalt von Standbild-Formaten (nicht nur das NTSC-Orginal). JPEG kann in Verbindung mit ITU-T-standardkonformen CODECs (Kodierer/Dekodierer) eingesetzt werden und beinhaltet sowohl verlustbehaftete als auch verlustlose Modi. Der sogenannte "Motion-JPEG" ist eine proprietäre Art der Bewegtbildübertragung und ist kein Standard.
AVI Kein Kompressionsstandart: Der Container Audio Video Interleave (.AVI) speichert Audio- und Videodaten ineinander verschachtelt. Er erlaubt mehrere Audio-, Video- und Untertiteldatenströme.
MKV Kein Kompressionsstandart: Der Matroska-Container (.MKV) bietet einige Vorteile gegenüber AVI. Er unterstützt Menüs und Kapitel. Auch Untertitel als Bilder sind möglich.
MPEG-4 AS P In den MPEG-4-Standards werden verschiedene Verfahren zur Video- und Audio-Codierung beschrieben. Codecs von XviD und DivX beruhen dabei auf dem Advanced Simple Profile, das bereits weitaus effizienter als der bei DVDs verwendete MPEG-2-Codec arbeitet und so weniger Speicherplatz bei gleicher Qualität benötigt.
MPEG-4 AVC / H.264 Um noch effizienter zu encodieren, wurde dem MPEG-4-Standard später das AVC-Verfahren (Advanced Video Coding) hinzugefügt. Es ist besonders gut dafür geeignet, HD-Inhalte Platz sparend zu speichern
MPEG-4 AAC Auch Verfahren zur effizienten Audio-Encodierung werden im MPEG-4-Standard beschrieben. Das Advanced Audio Coding (AAC) arbeitet um etwa ein Drittel effizienter als der MP3-Standard. Apple iTunes setzt zum Beispiel auf dieses Verfahren

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H.2xx-Standards

H.221 ITU-T Empfehlung bezüglich der Rahmenstruktur audiovisueller Teledienste.
H.223 ITU-T Empfehlung: Multiplex-Protokoll für Multimediakommunikation mit niedrigen Bitraten.
H.230 ITU-T CODEC-Empfehlung bezüglich der Steuerung der Rahmensynchronisierung und der Kontrollsignale audiovisueller Systeme.
H.231 ITU-T MCU-Empfehlung für Brücken mit Kanälen bis zu 2 Mbps.
H.242 ITU-T CODEC-Empfehlung für eine System, welches die Verbindung zwischen zwei audiovisuellen Terminals ermöglicht, die digitale Kanäle bis zu 2 Mbps benutzen.
H.243 ITU-T Empfehlung: Prozedur zum Aufbau von Kommunikationsverbindungen zwischen drei oder mehr audiovisuellen Terminals, die digitale Kanäle bis zu 2 Mbps benutzen.
H.245 ITU-T Empfehlung: Kontroll-Protokoll für Multimedia-Kommunikation.
H.261 ITU-T CODEC Empfehlung für einen Video-CODEC der audiovisuelle Dienste mit n * 64 kbps ermöglicht. Bedauerlicherweise ist die Bewegungs-Kompensation sowie die Feldabtastung (loop filter) nur eine optionale Erweiterung des Standards. Benutzer, die einen ITU-T CODEC für den Bereich 384 kbps in Erwägung ziehen, sollten sich vergewissern, daß der Hersteller diese Optionen implementiert hat.
H.261 Annex D ITU-T CODEC Empfehlung für die simultane Übermittlung von Grafikdaten im Bereich Nord-Amerika. Andere Bereiche können auch JPEG benutzen.
H.263 siehe folgende Tabelle ITU-T Empfehlung: Video-Kodierung für die Kommunikation audiovisueller Dienste im Bereich niedriger Bitraten. Erweitert die Fahigkeiten des H.261-Standards beträchtlich, da die Qualität von niedrigauflösenden Bildern in der Größe einer Kreditkarte auf außergewöhnlich detailierte und qualitativ hochwertige Images erweitert wird. Dies kann z.B. bei Anwendungen in der Telemedizin eingesetzt werden. H.263 ist rückwärts-kompatibel zum QCIF (Quarter Common Intermediate Format) und optional auch zum CIF und SQCIF (Sub-QCIF) des H.320-Standards.
H.264 ITU-T Empfehlung: (Auch unter der Bezeichnung MPEG-4 Part 10 bekannt) Standard für digitale Videocodecs, der 2003 veröffentlicht wurde und darauf abzielt, Videodaten sehr stark zu komprimieren, um hohe Übertragungsgeschwindigkeiten zu gewährleisten und gleichzeitig Videos von hoher Qualität zu liefern

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Die folgende Tabelle vergleicht die Video-Fähigkeiten der H.320- und H.324-Standards:

Bildformat Auflösung in Pixel Videomodus
H.320/H.261 H.324/H.263
SQCIF 128 * 96 Optional Erfordert
QCIF 176 * 144 Erfordert Erfordert
CIF 352 * 288 Optional Optional
4CIF 704 * 576 nicht def. Optional
16CIF 1408 * 1152 nicht def. Optional

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H.32x-Standards

H.320 Spezifikation ITU-T CODEC Empfehlung, die andere Empfehlungen, mit dem Ziel eine generelle "Videotelefon"-Systemspezifikation zu erzeugen, zusammenfaßt.
H.321 ITU-T Empfehlung, die ATM-basierende Local Area Networks beschreibt.
H.322 ITU-T Empfehlung, die "Videotelefon"-Systeme und Terminals für Local Area Networks mit garantierter Bandbreite (Quality of Service) beschreibt. Dieser Standard bezieht sich direkt auf den Entwurf IEE P802.9a, in dem auf LANs mit geringer Antwortzeit, wie sie für die Videokommunikation benötigt werden, eingegangen wird.
H.323 ITU-T Empfehlung, die "Videotelefon"-Systeme und Terminals für Local Area Networks ohne garantierter Bandbreite (Quality of Service) beschreibt.
H.324 Spezifikation ITU-T Empfehlung, die ein Terminal für die Multimedia-Kommunikation bei geringen Bitraten beschreibt. Diese beinhaltet verschiedene weitere Empfehlungen wie einen Video-CODEC für "low-speed"-Verbindungen über V.34 an analoge Telefonleitungen, sowie ATM, ISDN und wahrscheinlich mobilen Anbindungen. Das Zusammenfassen verschiedener Empfehlungen hat zum Ziel, eine generelle Systemspezifikation für ein "Videotelefon" zu erstellen. Kompatibilität mit H.320, Netzwerk-Codeumsetzung, Multipoint-Unterstützung und Continuous Presence werden zur Verfügung gestellt.

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Kodierungs-Standards

HDTV High-Definition TeleVision. Beliebige Fernsehstandards, die über ein Darstellungsverhältnis von etwa 2:1 verfügen, und qualitativ weit besser als NTSC oder PAL sind.
Huffman Kodierung Eine verlustfreie Kodiertechnik, die den Informationsgehalt eines Bildes statistisch ermittelt. Die Daten werden so komprimiert, daß die am meisten vorkommenden Datengruppen mit kürzen Codes, die am wenigsten vorkommenden Datengruppen mit längeren Codes repräsentiert werden. Die Huffman-Kodierung wird im H.320 und anderen Videokommunikations-CODECs, sowie im Gruppe-3 Fax und im JPEG-Format verwendet.

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T.12x-Standards

T.120 Spezifikation Eine generelle ITU-T Übersichts-Empfehlung, die die Übertragungsprotokolle für Multimediadaten beschreibt. Sie beinhaltet Mehrschicht-Protokolle, die die Multimedia-, MCU- und CODEC-Kontrollfähigkeiten beträchtlich steigern. Damit wird ein hochentwickelter MCU-Betrieb weit über dem in den Standards H.231 und H.243 beschriebenem ermöglicht.
T.121 ITU-T Empfehlung, die eine generische Vorlage für Anwendungen beschreibt.
T.122 ITU-T Empfehlung, die Multipoint-Kommunikationsdienste (MCS) für audiografische und audiovisuelle Konferenzen beschreibt. In der Definitionsphase...
T.123 ITU-T Empfehlung, die die Protokoll-Stacks für audiografische und audiovisuelle Telekonferenz-Applikationen beschreibt. Es gibt eine fertige Version, sowie mittlerweile einen neuen Vorschlag (10/95).
T.124 ITU-T Empfehlung für eine generische Konferenz-Kontrolle für audiografische und audiovisuelle Terminals.
T.125 ITU-T Empfehlung, die die Spezifikationen des Multipoint-Konferenzdienstes beschreibt.
T.126 ITU-T Empfehlung, die die Protokoll-Spezifikationen für Standbildkonferenzen beschreibt.
T.127 ITU-T Empfehlung, die die Protokoll-Spezifikationen für Multipoint-Datenübertragung von Binärdateien beschreibt.
T.128 ITU-T Empfehlung für die Kontrolle audiovisueller Multipoint-Multimediasysteme.

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T.13x-Standards

T.130 Beschreibung ITU-T Empfehlung, die die Echtzeit-Architektur von Multimedia-Konferenzen beschreibt. Diese Standardfamilie stellt solche Konzepte wie virtuelle Netzwerke, virtuelle und verteilte MCUs und viele andere innovative neue Netzwerkarchitektur-Ansätze für Sprache, Video, Grafik, Daten etc. vor. Sie unterstützt die T.120 Standardfamilie und eine Vielzahl von Kodier- und Übertragungsverfahren. Bitte beachten Sie, daß sich die Nummerierungen sowie die Beschreibungen dieser T.130-Familie während der jetzigen Phase jederzeit ändern können.
T.131 ITU-T Empfehlung, die den Multipoint "Stream"-Kommunikationsservice für Echtzeit-Betrieb beschreibt.
T.132 ITU-T Empfehlung für Echtzeit Link-Verwaltung.
T.133 ITU-T Empfehlung, die das Kontrollprotokoll für Audio/Video-Applikationen beschreibt.
T.134 ITU-T Empfehlung für netzabhängige Schnittstellenverwaltung im PSTN.
T.135 ITU-T Empfehlung für netzabhängige Schnittstellenverwaltung im ISDN.
T.136 ITU-T Empfehlung für netzabhängige Schnittstellenverwaltung im LAN.
T.137 ITU-T Empfehlung für netzabhängige Schnittstellenverwaltung im ATM.

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